Heute wanderte per Snailmail eine Interviewanfrage ins Haus. “Regionaleuropäischer Wirtschafts-Spiegel” hieß das Blatt, daß mich doch so gerne interviewen wollte. Natürlich wären die Erstellung und der Abdruck des Interviews kostenlos. Nunja, ganz kostenlos aber nun auch wieder nicht, denn veröffentlichtes Bildmaterial würde mit 9,95 Euro pro mm-Höhe/Spalte berechnet werden.
Hier wurde ich stutzig, denn wieso soll ich für die Veröffentlichung von Bildern zahlen bei einem Interview? Keine seriöse Zeitung/Zeitschrift geht so vor.
Im Netz machte ich mich dann auch schnell schlau und stellte fest, daß der dahinterstehende IWN-Verlag wohl mit solchen Bauernfängertricks schon längere Zeit sein Geld verdient und das wohl nicht nur in Deutschland.
Die Interviewanfrage landete also in der Ablage P und ich kann jedem nur raten das gleiche zu tun, wenn so eine Interviewanfrage vom IWN-Verlag ins Haus flattert. Da investiere ich lieber nen 50er, lasse mir eine professionelle Pressemitteilung erstellen und versende die. Die Wahrscheinlichkeit, daß daraus dann ein richtiges Interview wird oder die Pressemitteilung irgendwo abgedruckt wird ist bedeutend höher und bringt letztendlich mehr.
Ist ja schon frech einem erst etwas anbieten und dann darin versteckte Kosten zu haben. Danke für den Tipp und die Warnung vor dieser Seite.
Genau solch einen Brief habe ich heute auch bekommen, dachte eigentlich, er wäre seriös, anscheinend wohl doch nicht?
http://www.beobachter.ch/archiv/inhaltsverzeich…