Mein Review des #bcki

Ich sitze hier gerade im IC 2003 und fahre wieder gen Magdeburg. Heute war ich beim Barcamp Kiel gewesen und da mein morgiger Tag bereits verplant ist, nehme ich ausnahmsweise mal nur an einem Tag eines zweitägigen Barcamps teil.

Es war mein erster Besuch des Kieler Barcamps, sodaß ich keine Vergleiche mit den bisherigen Barcamps ziehen kann. Vielleicht kann ja Romy dazu mehr sagen, die heute auch vor Ort war und bereits ihre Erlebnisse verbloggt hat.

Die Location liegt etwas abseits vom Stadtzentrum, war jedoch gut mit dem Bus erreichbar. Vor Ort wurde man auch gleich mit Kaffee und Brötchen versorgt, auch das WLAN war bei meiner Ankunft bereits voll einsatzfähig.

Um 10 Uhr begann die Begrüßung der Teilnehmer und da gab es dann gleich die ersten „Überraschungen“. Zum einen vermisste ich ein paar dankbare Worte an die Sponsoren sowie deren namentliche Nennung. Das gehört schlicht und einfach dazu. Dann hatte man Vorstellungsrunde und Sessionplanung miteinander kombiniert, was meiner Meinung nach nicht wirklich gut funktionierte. Dadurch zog sich einiges stark in die Länge, zumal einige wohl auch die Definition „Vorstellung = Name + 3 Tags“ etwas weiter auslegten. Dazu kam, daß einige dann auf die persönliche Vorstellung verzichteten.

Auch reichten glaube die Sessionslots nicht wirklich aus für alle Sessions. Da hätte man dann wohl lieber die separate Mittagspause ausfallen lassen sollen und den Slot für weitere Sessions genutzt. Außerdem wäre es sicher auch noch möglich gewesen um 18 Uhr einen weiteren Slot freizugeben.

Nachteilig meiner Meinung nach war auch, daß es nicht in allen Räumen Tische für die Teilnehmer gab. Das machte das Mitschreiben dann manchmal etwas kompliziert.

Die Mittagspause verlief etwas chaotisch. Sie sollte erst um 13 Uhr sein, wurde dann aber kurzfristig auf 14 Uhr verlegt, weil wohl das Essen noch nicht da war. So wie es schien, war das Mittagessen auch sehr knapp kalkuliert, einige bekamen glaube nichts mehr oder nur noch sehr wenig von den belegten Brötchen ab.

Allerdings, das muß man auch dazu sagen, wurde in der Session wo es um das Barcamp Kiel 2013 ging, auch die Summe genannt, die für das Barcamp zur Verfügung stand. Die war durchaus sehr knapp bemessen und als Veranstalter hätte ich da schon bedeutend früher die Anmeldemöglichkeit gestoppt.

Was ich ebenso vermisste war ein Onlinesessionplan. Schade, daß man hier nicht auf den Timetabler zurückgriff.

Alles in allem gab es meiner Meinung nach einige organisatorische Unzulänglichkeiten und vielleicht sollte man sich hier bei anderen Barcamps ruhig mal das Eine oder Andere abschauen.

Zur Zeit weiß ich noch nicht ob ich 2013 auch wieder nach Kiel fahren werde. Schauen wir also mal.

4 Comments

  1. Nils

    Hallo Torsten,

    es ist interessant zu lesen, was „Auswärtige“ über das Barcamp denken. Ich bin aber ein wenig enttäuscht, wie negativ es sich hier liest, da die letzten 2/3keinen positiven Punkt mehr beinhalten. So saß ich in Deiner Session ohne Tisch, habe mir aber 2 Notizen gemacht und keinen Tisch vermisst. Am nächsten Tag hatte ich im selben Raum eine Session und auf Nachfrage die Folien per Mail zugesendet. Lösungen finden sich immer.

    Auch die fehlenden Slots sind kein Problem (aus Sicht eines Teilnehmers über 2 Tage). Am Freitag wurde meine Session trotz gewisser Nachfrage ignoriert, was mir egal war, da es ja noch den 2. Tag gab, dort wurde vom Orga-Team explizit gesagt, dass noch ein Session-Slot aufgemacht werden könne.

    Und auch Abschauen tun sich die Orgas Dinge von anderen Barcamps. Aber man muss eigene Dinge ja auch lernen. Die Art der Vorstellung dieses Jahr lief vor 2 Jahren bestens. Letztes Jahr lief es anders und auch gut. Es werden eben Dinge probiert.

    Wenn Du nächstes Jahr wieder kommst, wünsche ich mir einen Vortrag der sehr viel mehr in die Tiefe geht oder eben deutlich macht: Hej, dieser Vortrag ist nur für absolute Anfänger 🙂

  2. Hi Nils,

    ich habe jetzt so rund 35 Barcamps hinter mir, müsste nachzählen wie viele genau, und ganz ehrlich: es hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Ich denke ich bin sicher verwöhnt von top organisierten Barcamps wie denen in Hamburg, Essen oder Stuttgart. Wenn aber ein Barcamp zum dritten Mal bereits stattfindet, dann dürften manche Dinge halt eher nicht mehr passieren. Da sollte das eigentlich schon alles so in Fleisch und Blut übergegangen sein.

    Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich eher sagen, daß ich wohl nicht nochmal nach Kiel fahren werde.

  3. Nils

    Hej Torsten,

    „Wenn aber ein Barcamp zum dritten Mal bereits stattfindet, dann dürften manche Dinge halt eher nicht mehr passieren.“

    Wie gesagt, so wie es dieses Jahr umgesetzt wurde (Vorstellungsrunde/Sessionplanung), wurde es erstmals gemacht. Dies kannst Du auch in diversen anderen Blogs nachlesen.

    Ich denke, Du hattest Pech, nur am Freitag dagewesen zu sein 🙂

    Gruß,
    Nils

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