Unterwegs mit dem Deutschlandpass – Tag 12

By | August 6, 2013

Nun sollte es für mich mal wieder in den Norden gehen. Zuerst stand ein Besuch der Hansestadt Wismar auf dem Programm.

Zum Sonntag hin wollte ich mal nicht so früh los und nahm daher den IC Richtung Rostock-Warnemünde. Der war sogar in der 1. Klasse an dem Tag gut besetzt, aber Platz für mich fand ich dennoch locker. Das Schöne war: er hatte einen modernisierten 1. Klasse-Wagen dabei, die mag ich ja besonders gern mit ihrem bequemen Ledersitzen, den edlen Tischen und den zahlreichen Steckdosen. Wird auch mal Zeit, daß die bei uns auch im 2. Klasse-Bereich endlich zum Einsatz kommen.

Wir bekamen zwar durch die Langsamfahrstelle bei Tangerhütte fünf Minuten Verspätung (und die holte der IC auch nicht mehr auf), doch mein Anschluß in Bad Kleinen wartete freundlicherweise.

Der bestand aus modernen Doppelstockwagen, wie sie auch bei mir auf der RE1-Linie zum Einsatz kommen. Da macht das Reisen wirklich Spaß. Schade, daß die Strecke von Bad Kleinen bis Wismar so kurz ist.

Bei der Rückfahrt erwischte ich mal wieder einen ET 445 der ODEG, die alle zwei Stunden bis Wismar durchgebunden werden. Der war mal wieder sehr gut gefüllt, ein Zeichen, daß bei der Bestellung der Leistungen am Bedarf vorbeigeplant wurde.

In Ludwigslust erstmal raus und dann ging es zwei Stunden später weiter. Wieder ein ET 445 der ODEG und der war noch voller. Durch viele Fahrräder im Zug war der Platz in der 2. Klasse noch eingeschränkter und einige 2. Klasse-Fahrgäste wurden in die 1. Klasse geschickt, weil da noch etwas Platz war, wenn auch nicht viel. Ich durfte mir auf dem Weg in die 1. Klasse erstmal Platz verschaffen, weil die Leute sogar auf den Treppenstufen saßen, so voll war der Zug.

Dazu kam dann auch noch ne Verspätung und ich war gespannt ob ich meinen Anschluß in Wittenberge bekommen würde. Zum Glück wartete der dann auch auf den RE 2.

Weiter dann im ET 425 bis Magdeburg. Da gab es keinerlei Fahrkartenkontrolle und so setzte sich auch Hinz und Kunz, selbst irgendsoein besoffener Typ in die 1. Klasse. Waum auf so ner langen Fahrt niemand die Fahrkarten kontrolliert, versteh ich nicht, zumal diese Züge grundsätzlich mit Zugbegleiter unterwegs sind.

Die 1. Klasse in den Triebwagen ist übrigens den Namen nicht wirklich wert. Keine Steckdosen, keine Tischen und die Sitze sind sehr hart. Lässt sich allerdings auf der Strecke nicht vermeiden, die Triebwagen zu nutzen. Außer dem einen IC-Paar verkehrt auf der Relation nichts anderes.

Mit ca. 10 Minuten Verspätung kam ich dann wieder in Magdeburg an.