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07 Mrz 10 Bewerbungsfehler – so wird es nichts mit dem Job

Ich hab zur Zeit mal wieder eine Stelle ausgeschrieben und da kommt dann schon mal die eine oder andere Frage zu rein. Unabhängig davon bekomme ich auch desöfteren Bewerbungen bezüglich Praktikumsplätzen.

Das erschreckende dabei ist, daß die Bewerber sich dabei einen Fehler nach dem anderen erlauben und ich mich manchmal echt nicht wundere, daß wir so viele Arbeitslose haben.

Hier mal ein paar Erlebnisse der letzten Wochen.

1. Anfrage zwecks Praktikum

Die junge Dame fragte an ob ich Praktikumsplätze zu vergeben habe. Da ich das bejahte schickte sie mir dann auch die Bewerbungsunterlagen per Mail. So weit, so gut. Doch der Lebenslauf war nicht zu öffnen und das Anschreiben war an eine ganz andere Firma adressiert und vom Datum her über einen Monat alt.

Wer also nicht mal in der Lage ist die korrekten Unterlagen zu versenden und vor dem Versand nochmal zu prüfen ob alles korrekt ist, der dürfte wohl auch bei der Arbeit selbst nicht recht zuverlässig und korrekt sein. Von daher wanderte die Mail dann gleich in Ablage P.

2. Nachfrage wegen Stellenangebot

Auf mein o.g. Stellenangebot bekam ich dieser Tage folgende Mail:

Guten Abend Herr Maue,

auf Ihrer Website haben Sie eine Stelle ausgeschrieben (
http://www.searchmedia.de/jobs.html). Ist diese noch verfügbar und falls
ja, welchen Gehaltsrahmen haben Sie ins Auge gefasst?

Über eine zeitnahe Antwort würde ich mich sehr freuen.

Man kann glaub nichts falscheres machen als erstmal nach der Kohle zu fragen. Dazu kommt dann auch noch den potentiellen Arbeitgeber unter Zeitdruck setzen zu wollen. Solche Mitarbeiter wünscht sich bestimmt kein Arbeitgeber und deshalb kann sich der Schreiber dieser Mail auch die Erstellung der Bewerbungsunterlagen sparen.

Ich frag mich ja immer was in den Köpfen mancher Bewerber vorgeht. Seh ich das ganze zu eng oder sehen viele Arbeitsuchende das ganze zu lässig, gerade wenn es um Jobs in der Onlinebranche geht?

05 Mrz 10 Alles nur geklaut?

Vor kurzem führte ich ein Chatgespräch bei skype mit einer Person für die ich seotechnisch tätig war. Der Auftrag sollte vorfristig beendet werden. Ich bin zwar rein rechtlich im B2B-Bereich nicht verpflichtet solche vorfristigen Kündigungen zu akzeptieren, aber da ich mich mit meinen Kunden eigentlich recht gut verstehe bin ich bei so etwas immer der letzte der da nicht kundenfreundlich denkt.

Im Rahmen dieses Gesprächs, daß sich dann auch allgemein um die Onlinemarketingbranche drehte, fiel der folgende Ausspruch:

“…weil selbst die die nichts haben einen auf dicke hose machen…”

Ist das wirklich so und trifft das nur auf die Onlinemarketingbranche zu?

Den zweiten Teil der Frage möchte ich zuerst beantworten. Nein, es betrifft nicht ausschließlich die Onlinemarketingbranche. Ich erleb es immer wieder, daß potentielle Kunden mir erzählen wie toll sie doch sind und wen sie alles kennen usw. und wenn ich dann Zahlen nenne die die Buchung meiner Dienstleistung betreffen, dann gehts ihnen plötzlich allen so schlecht. Manchmal möchte man dann glauben die stehen kurz davor Hartz IV zu beantragen, zumindest wenn dann das Gebarme hört. Aber zu Beginn wird natürlich erstmal geprotzt und da wird dann auch von vielen gerne etwas übertrieben.

Zum ersten Teil der Frage möchte ich gerne auch noch etwas sagen.

Ja, es wird von einigen in dieser Branche gerne mit allen möglichen Dingen rumgeprotzt. Die einen zeigen überdimensionierte Kreditkartenabrechnungen vor, die anderen sind stolz wie Bolle auf nen CLK, Porsche oder ähnliches.

Die Kreditkartenabrechnungsvorzeiger tun mir ein wenig leid. Beweisen sie doch damit lediglich, daß sie nicht wirklich sparsam mit Geld umgehen können und es häufig für blödsinniges Zeugs ausgeben. Und mal ganz ehrlich, wen interessiert es wirklich wer wann und was und wieviel mit seiner Kreditkarte bezahlt hat? Hier würde ich mal ganz spontan ein Aufmerksamkeitssyndrom diagnostizieren. ;-)

Ähnlich ist es bei all den jüngeren die mit ihren großen Autos protzen. Wer wie ich mehrere Jahre in der Autobranche tätig war, der kennt den typischen Porschefahrer. Über 50, graumeliertes Haar und von Beruf zumeist Arzt, Anwalt oder Architekt. Das sind Leute die sich im Alter mal etwas Spaß gönnen und das zumeist ohne in die Welt heraus zu posaunen, daß sie sich gerade einen 911er oder einen CLK oder was auch sonst immer gekauft haben. Wer sich so etwas leistet hat in den meisten Fällen Stil und da paßt es nicht dazu, daß man öffentlich großmäulig damit angibt.

Ich selbst könnte mir, wenn ich denn wollte, auch etwas bedeutend größeres als meinen Kia cee’d holen. Könnte ich, aber wozu? Zum angeben etwa? Nein danke, dazu wäre mir mein Geld zu schade. Selbst der Aspekt der steuerlichen Abschreibung reizt mich da dann nicht wirklich, da gibt es auch andere sinnvollere Abschreibungsmöglichkeiten.

Aber auch psychologisch bedingt kann ein großes Auto übrigens auch schädlich wirken. Wenn man also beim potentiellen Neukunden mit dem nagelneuen Maserati vorfährt, dann kann das bei selbigem schon den Verdacht auslösen, daß man seine eigenen Kunden ganz schön abzockt um sich so ein Fahrzeug leisten zu können. Da hätte der Maserati dann eher das Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich geplant gewesen war.

Nicht nur die Onlinemarketingbranche ist recht jung an Jahren, auch auf das in dieser Branche tätige Personal trifft dies in vielen Fällen zu. Ich denke mal, daß einige die jetzt noch groß rumprollen in einigen Jahren das auch schon etwas anders betrachten und somit etwas zurückhaltender werden.

Der Branche könnte aber ab und an ein wenig mehr Demut und Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber) nicht wirklich schaden.

Über mich selbst kann ich nur sagen, daß es mir finanziell nicht schlecht geht und ich lügen müßte, wenn ich denn klagen würde. Sicherlich gibt es ne Menge Leute denen es finanziell noch besser geht, aber es gibt sehr viel mehr Leute denen es viel schlechter geht als mir. Für mich ist meine Situation jetzt kein Grund das Geld mit vollen Händen rauszuschmeißen, nur damit andere neidisch werden. Davon hab ich nichts.

Damit der eine oder andere Leser etwas zu lästern findet an diesem Beitrag, hier noch ein persönliches Erlebnis vom gestrigen Abend. Beim Einkauf hab ich festgestellt, daß meine Lieblingscola im Preis gesenkt war. Dadurch hab ich 30 Cent je Flasche gespart und bei zwölf Flaschen machte das dann eine Ersparnis von 3,60 Euro. Ja, ich hab mich da drüber gefreut. Es sind manchmal schon die kleinen Dinge im Leben die einen Menschen glücklich machen können, vorausgesetzt man hat gelernt, daß man nicht alles nur nach ihrem finanziellen Wert beurteilen sollte.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende! :-)

25 Feb 10 Barcamp Nürnberg – ein Rückblick

Ja, das Barcamp Nürnberg (#bcnue2 genannt) ist inzwischen wieder Geschichte. Doch ich möchte mal noch einen kleinen Rückblick halten.

Die Anreise erfolgte bei mir dieses Mal nicht von Magdeburg aus sondern von Frankfurt/Main, da ich dort zuvor geschäftlich zu tun hatte. Am Vorabend fand bereits eine Warmup-Party statt, dazu hatte man sich die Yuni-Bar ausgesucht als Location. Kurz nach 19 Uhr war ich erst der zweite der dort eintraf, aber es füllte sich dann doch noch. Die Bar liegt recht versteckt, sodaß ich erst ewig suchen mußte um sie zu finden.

Zur Bar selbst hab ich ja bereits bei Qype meine Meinung abgegeben. Das Publikum bestand zu 95 % aus Barcampteilnehmern. Konnte man schon an den auch hier mitgeführten Laptops, iPhones usw. erkennen. Echte Barcamper können halt nicht so ganz ohne. ;-)

Schon hier konnte man erste Kontakte knüpfen. Die Stimmung war gut und so war es dann doch Mitternacht geworden eh ich in Richtung Hotel aufbrach.

Mit dem Hotel hatte ich nicht gerade den besten Fang gemacht, aber da in Nürnberg gerade Messe war hatte ich nicht sehr viel Auswahl in Sachen Hotels.

Morgens ging es dann per Regionalbahn ins Gewerbegebiet Südwestpark. Das Gebäude wo das Barcamp stattfinden sollte war auch schnell gefunden. Nachdem anmelden und anfertigen eines kleines Namensschildchens konnte man sich dann am Frühstücksbüffett stärken. Nach der Vorstellungsrunde kam die Runde mit den Themenvorschlagen. Da die Räume dann für die vielen Themenvorschläge doch etwas knapp bemessen waren, war es gut, daß es auch nach dem Abendessen noch Sessions geben sollte.

Ich selbst hielt eine Session wie man Xing richtig einsetzt und die kam besser an als erwartet. Über zwanzig Teilnehmer schenkten mir ihre Aufmerksamkeit. Denke mal der eine oder andere hat da sicher was für sich mitnehmen können.

Selbst nahm ich auch an einigen Sessions teil, z.B. einer Drupal-Session für Anfänger. ich finde ja solche Sessions toll wo einem mal andere CMS vorgestellt werden. Da kann man dann schön vergleichen mit den eigenen favorisierten CMS. Themen wie Social Commerce, OAuth und Einsatz von Social Media-Tools standen für mich am Sonnabend im Blickfeld. Dazu kam dann natürlich auch das netzwerken nicht zu kurz.

Nach dem Abendessen hielt ich noch eine kleine SEO-Session mit SEO-Klinik, die zwar ein geringeres Interesse fand, dafür aber viele Möglichkeiten gab detailliert auf Fragen einzugehen.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann am Sonntag wieder in den Südwestpark, dieses Mal komplett bepackt, denn direkt von dort aus wollte ich dann wieder den Heimweg nach Magdeburg antreten.

Die Sessionrunde begann ich um 11 Uhr gleich mit meiner Session “Fehler bei Onlineshops”. Der Sessionraum war rammelvoll und wir konnten zahlreiche Punkte besprechen, die sicher für den einen oder anderen aus diesem Blickwinkel bis dato nicht betrachtet wurden. Ich denke mal, daß ich diese Session auch noch ein paar Mal in diesem Jahr veranstalten werde, einige Barcamps stehen ja in 2010 noch auf meinem Terminplan.

Ansonsten gönnte ich mir noch zwei Session zu Twittertools (leider nicht komplett wegen Abreise) und Business Model Generation, wobei ich letztere etwas trocken empfand.

Mir hat das barcamp Nürnberg einige neue Kontakte, viel neues Wissen und viel Spaß eingebracht. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den Organisatoren für die tolle Organisation des Barcamps incl. Verpflegung bedanken und bei allen Teilnehmern für ein tolles #bcnue2.

Fotos habe ich auch gemacht und bei Flickr eingestellt.

Wer bisher noch nicht auf einem Barcamp war, dem empfehle ich auf jeden Fall mal eines zu besuchen. Es macht unheimlich Spaß, man lernt viel dazu und es besteht auch die Gefahr barcampsüchtig zu werden.

08 Feb 10 Neue Werbeplattform im Internet

[Trigami-Review]

Seit Mitte Dezember 2009 bietet die inside eBusiness Solutions GmbH mit bwads24.com eine neue Werbeplattform an. bwads24 greift dabei auf ein Netzwerk von über 14.000 Webseiten, vornehmlich kleineren Seiten, zu die sich bei beliebtestewebseite.de angemeldet haben.

Für Advertiser dürfte dieses Potential an unterschiedlichen Webseiten recht interessant sein, insbesondere da diese Seiten pro Monat ca. 31 Millionen Unique Visits generieren. Die teilnehmenden Webseiten stammen aus allen möglichen Themengebieten und sind in über 30 Kategorien eingeordnet. Für Advertiser ist das natürlich recht vorteilhaft, da man so zielgruppenrecht seine Werbung schalten kann.

bwads24

Die Vorteile von bwads24 für Publisher:

  • eine starke und sehr loyale Community im Hintergrund über die man sich austauschen und neue Kontakte knüpfen kann
  • es gibt eine hohe Vergütung für teilnehmende Webmaster
  • Zusatzbonus für Nutzer von beliebtestewebseite.de
  • die Auszahlungsgrenze ist mit 25 Euro recht niedrig angesetzt
  • Zusatzeinnahmen durch Refprogramm möglich
bwads24

Die Vorteile von bwads24 für Advertiser:

  • sehr hohe Reichweite, über 31 Millionen Unique Visits im Monat
  • Werbekampagnen können bereits ab 25 Euro zzgl. Mwst. gestartet werden
  • unerwünschte Publisher-Webseiten können in eine Blacklist eingetragen werden
  • verschiedene Werbeformen möglich
  • Erfolg der Werbekampagne kann live verfolgt werden

Durch die geringe Einstiegshürde für Werbekampagnen eignet sich bwads24 sicherlich recht gut um neue Werbebanner und/oder Landingpages auf ihre Klickstärke und Conversion zu testen. Durch die Trennung nach verschiedenen Kategorien läßt sich dadurch auch ein zielgruppengerechter Werbemitteltest darstellen.

Zum anderen ist es somit auch weniger finanzstarken Advertisern möglich ihre Werbekampagnen im Netz breit zu streuen. Man kann somit auch gezielt und kostengünstig Longtail Onlinemarketing betreiben.

Wer bei bwads24 Werbung schalten möchte und zum Ablauf Fragen hat, findet dafür auch ein ausführliches pdf-Dokument, in dem alles genau beschrieben ist.

Die Preise für Werbung über bwads24 sind recht günstig, Textlinks kosten 5 Cent je Klick, Bannerklicks schlagen mit 10 Cent je Klick zu Buche. Auch Pagepeels, Layer, Popups und Popdowns können gebucht werden. Während Pagepeels auch auf Klickbasis abgerechnet werden, werden Layer, Popups und Popdowns auf Viewbasis abgerechnet. Die TKP sind mit 2-3 Euro aber auch recht günstig.

Werbekampagne

Sicherlich ist der Markt für Werbenetzwerke bereits sehr weiträumig belegt, doch gerade für viele kleine Webseiten bietet sich hier eine Möglichkeit zum einen sich einen Nebenverdienst zu sichern, aber auch kleine Unternehmen kommen so preisgünstig an breitgestreute Werbemöglichkeiten. Ein Test kann jedenfalls nicht schaden und die geringe Einstiegshürde von 25 Euro zzgl. Mwst. ist auch für kleine Firmen kein großes Problem.

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25 Jan 10 Meine Mitarbeiter – Personalauswahl mal anders

Regelmäßig stelle ich bei vielen meiner Xing-Kontakte fest, daß sich mal wieder der Arbeitgeber geändert hat. In der Onlinemarketingbranche ist das auch nicht wirklich außergewöhnlich, denn erfahrene Mitarbeiter sind gefragt. Abwerbeversuche sind da recht häufig an der Tagesordnung. Nunja, es gibt aber auch Ausnahmen. Meine Mitarbeiter zum Beispiel.

Warum ist das so?

Weil ich außergewöhnliche Wege der Mitarbeiterbeschaffung gehe und weil ich am liebsten Leute einstelle, die sonst niemand will und die auch sonst keine Ahnung vom Onlinemarketing haben. Sehe ich mal von den Praktikumsstellen ab die ich durch Aushänge an der Uni, durch Stellenanzeigen auf meiner Firmenseite oder in meinen Blogs tätige, suche ich mir meine Mitarbeiter ansonsten immer dort wo es niemand vermutet. Das können dann durchaus auch Singlebörsen oder irgendwelche allgemeinen Foren sein.

Bei der Auswahl der Mitarbeiter ist das beste Qualifikationsmerkmal wenn sie Hartz IV bis dato beziehen. Es gibt genügend Hartz IV-Empfänger die wirklich arbeiten wollen, aber denen man keine Chance gibt. Das sind z.B. Leute ohne Berufserfahrung oder alleinerziehende Mütter. Das sind dann genau die Menschen die ich haben will als Mitarbeiter.

Diese Menschen springen nicht wegen 100 Euro mehr im Monat zum nächsten Arbeitgeber. Sie sind dankbar daß es Menschen gibt, die ihnen eine berufliche Chance geben. Das merk ich zum Beispiel an der Zahl der eingereichten Krankenscheine. Seit Dezember 2006 als ich mit Steffen meinen ersten Mitarbeiter einstellte hab ich insgesamt 2 Krankenscheine für jeweils einen Tag erhalten. So eine Ausfallrate täte sich so mancher Arbeitgeber sicher wünschen – ich hab sie. :-)

Ein weiterer Vorteil ist natürlich, daß die Gehaltskosten bedeutend geringer sind als bei all den Super-Marketing-Managern mit BWL-Studium, die aber auch nicht unbedingt mehr können/leisten.

Bisher hab ich eigentlich immer ein richtiges Händchen bei der Personalauswahl gehabt und mußte erst eine Kündigung aussprechen. Die aber auch erst nach einer relativ langen Zeit von mehr als zwei Jahren.

Ein weiterer Punkt der meine Mitarbeiter für andere Unternehmen “unattraktiv” macht ist, daß die alle von daheim aus arbeiten und zudem bekommt jeder nur genau das beigebracht, was für die Arbeitsausübung zwingend notwendig ist.

Ich hab jedenfalls mit Hartz IV-Beziehern als Arbeitskräfte sehr gute Erfahrungen gemacht und sehe es als Arbeitgeber auch als meine Pflicht an auf diesem Wege soziale Verantwortung für diese Menschen zu übernehmen.

Daß ich mit meiner Mitarbeiterauswahl richtig liege zeigen auch die zahlreichen tollen Rankingergebnisse unserer Kunden, denn ohne die Arbeit meiner Mitarbeiter wäre das nicht möglich gewesen. Von daher kann ich jedem Arbeitgeber nur raten auch ruhig mal solchen Menschen eine berufliche Zukunft zu bieten, ich habe es jedenfalls noch nie bereut.

19 Jan 10 Arbeitsuchende verschmähen das Web 2.0

Vor kurzem war ich Gast in einem Themenchat wo es darum ging wie Arbeitsuchende über das Internet ihre Jobsuche vorantreiben können. Speziell die Themen Twitter und Xing waren dort angekündigt worden.

Mein Resümee aus diesem Chat war ernüchternd. Die anwesenden arbeitsuchenden Teilnehmer des Chats glaubten nicht daran über diesen Weg zu neuen Jobs zu kommen. Dabei treiben sich auch gerade in diesen beiden Communities zahlreiche Arbeitgeber rum! Mein Gefühl war, daß viel Arbeitsuchende einfach Angst offen dazu zu stehen, daß sie derzeitig keinen Job haben bzw. gekündigt wurden. Ich denk mal aber nicht, daß jemand deshalb ausgelacht oder verschmäht wird. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein, denn durch entsprechende Aktivitäten im Social Web erkennen auch Arbeitgeber, daß sich die entsprechende Person wirklich aktiv um einen Job bemüht und nicht nur drauf wartet, daß der Traumjob auf einem Silbertablett präsentiert an einen herangetragen wird.

Was kann man nun tun im Social Web um seiner beruflichen Zukunft einen neuen Schwung zu verpassen?

1. Xing

Xing ist DIE deutsche Businesscommunity schlechthin. Wer einen neuen Job sucht ist gut beraten sich auf Xing zu registrieren. An dieser Stelle möchte ich auch auf mein kostenloses Ebook zum Thema Xing hinweisen, das dem einen oder anderen sicherlich weiterhelfen kann.

Zum einen bietet Xing eine Stellenbörse und das sollte der erste Anlaufpunkt für alle Arbeitsuchenden sein. Desweiteren sollte man sich sein passende(n) Regionalgruppe(n) suchen. Neben einem Vorstellungsthread, wo man durchaus auch auf seine Jobsuche hinweisen kann und sollte, gibt es in den meisten Gruppen auch Suche/Biete-Foren, wo man seine Jobsuche auch noch einmal detailliert eintragen kann. Diese Möglichkeiten sollte man auch definitiv nutzen!

Die aktive Beteiligung in den Gruppen ist dabei auch von größter Wichtigkeit, ebenso ein komplett ausgefülltes Profil incl. Profilfoto.

2. Twitter

Twitter, der neue Hype im Social Web. Eignet sich Twitter zur Jobsuche? Ja, kann ich da nur sagen. Einige Firmen wie OTTO oder Unique Personal nutzen Twitter bereits aktiv um darüber auf ihre Stellenangebote hinzuweisen. Es gilt also solchen Accounts zu folgen um so schnell über neue Stellenangebote informiert zu sein. Es kann auch ratsam sein selbst zu twittern, das man einen Job sucht und was für einen. Wer selbst einiges an Followern besitzt, der kann auch davon ausgehen, daß diese das Jobgesuch retweeten, also weiterleiten.

Wer also ernsthaft auf Jobsuche ist, der sollte sich mit dem Social Web unbedingt mal näher beschäftigen und wird dann sicher auch schnell merken, daß es da wirklich gute Möglichkeiten gibt seiner beruflichen Karriere wieder auf die Sprünge zu helfen.

15 Jan 10 United Domains, der State Kingdom of Marduk und drumherum

Bei Xing tauchte vor kurzem die Frage nach einer Insolvenz von United Domains auf. Grundlage der Frage war ein inzwischen gelöschter Beitrag auf domainsmalltalk.com.

Der angebliche Insolvenzantrag soll vom State Kingdom of Marduk stammen.

State Kingdom of Marduk? Hmm, ich hatte zwar in Geographie nur mit drei abgeschlossen, was allerdings nur daran lag daß ich in der mündlichen Abschlußprüfung die Entstehung der Alpen erklären sollte. Ein Thema, welches mir nun mal gar nicht lag. Aber Länder, Städte, Flüße und Gebirge konnte ich schon früher blind auf der Landkarte zeigen.

Vom State Kingdom of Marduk of Marduk hatte ich aber nie etwas gehört. Meine Domainweltkarte konnte mir auch keine dazu gehörende TLD benennen. Also hab ich dann mal etwas gegoogelt und siehe da es fand sich tatsächlich eine Webseite zu diesem angeblichen Staat. Dieser “Staat” benennt so Dinge wie den Bodensee und die Nordsee zu seinem Staatsgebiet und noch einige andere Gebiete auf dieser Welt.

Heute nun erreichte mich eine Mail von der Staatsregierung von Marduk oder so. Als Absender gab es immerhin eine GoogleMail-Adresse, alle Achtung! ;-)

Den Mailtext möchte ich meiner werten Leserschaft nicht vorenthalten.

Fragen sie Dommermuth, Lang, Huber, Eggensperger, Helm und Konsorten ?
Ein Dank das sie uns gefunden haben – was sie über den Staat glauben wollen
ist ihre Sache,
wir sind und brauchen dazu keine Legalisierung von Merkel weder von torsten
maue – das zu information,
und wenn sie mehr über die DDR wissen wollen was da so geschah – sie sehen
doch derer Gauner
sitzen in Berlin unter Führung Merkel zu Tische, wissen sie überhaupt dass
die BRD es nicht gibt,
wissen sie auch dass die DDR staatsrechtlich von den DDR Köpfen nicht
rechtskonform aufgelöst
wurde – wir sind wissend was Sache ist, wissen sie auch was der JP II der
Pole noch Weisung gab,
Ostdeutschland kommt zu Polen, richten sie sich darauf – wir sind wissend,
wir verkünden keine
Unwahrheiten, aber wir wollen und müssen mit Ihnen nicht Streiten, daß wir
Staat sind, sondern
es ist so – aber trotzallem ein Dank für ihr Engagement etwas aufgegriffen
zu haben, dafür die
Wahrheit auferlegt bekommen – sie haben die Information hier nochmal
bestätigt:

Der United Internet AG – ihre United-Domains AG – mit Sitz in Starnberg,
steht gegenüber dem State Kingdom of Marduk in Zahlungsverpflichtung, hierzu
eine Rechnungsstellung mit Datum 07.01.2010 abgemahnt fällig wurde � hierauf
man Zahlungsunfähigkeit bei der United-Domains AG feststellte. Mit Datum am
09.01.10 hat der State Kingdom of Marduk, bei dem zuständigen AG Weilheim
i.OB seine Forderung bei der United-Domains AG � dem Insolvenzgericht in
23seitigen Dokumentation den Insolvenzantrag zugestellt, u. am 11.01.10 der
Eingang bestätigt wurde. Der United-Domains AG steht mit Datum 10.01.10 eine
vorläufige Verbindlichkeit über 4.906.001,86 EUR im Insolvenzverfahren vor �
der United-Domains AG ihre Hausbank Stadtsparkasse München etc. in Kenntnis
ist.

Die Basis für das Insolvenzverfahren ist er Vorgang, die United-Domains AG
betreibt gegenüber ihrem Staatskunden u. Vertragspartner, seit 27.11.2009
ungetreue Geschäftsbesorgungen, Internet- Wirtschaftskriminalität, unter
Ignorierung ihrer eigenen AGB etc., hierbei die UDAG wie ihre Vorstände
Florian Huber, Alexander Helm, Markus Eggensperger, u. ihre Juristen Florian
Hitzelberger [Holzkirchen], Daniel Dingeldey [Berlin] der United Domains AG
ihre Rechtsexperten, wie www.domain-recht.de Internet-Rechtsexperten, unter
Ignorierung der GG Art. 20 / 25, Verwerfung der Rechts- Gesetzesordnungen u.
höchste Jurisprudenz negierend stellen, nötigend Marduk-Staatsdomains seit
27.11.09 dekonnektierten, enteignet verschoben, seit 27.11.2009 hierzu
abgemahnt in Regreß gestellt, stündlich erhöht, denn es gibt keine
juristische Grundlage für United-Domains AG weder für die United Internet
AG,um dem State Kingdom of Marduk seine 10 Staatsdomains bei United-Domains
AG zu dekonnektieren weder zu enteignen, weder bei eu / de / com
Registrierungsstellen abzumelden vom Internet abzustellen, bereits die Denic
e.G. etc. kriminell Beihilfig stellt.

Alle Formatierungen, Schreibweisen usw. sind 1:1 aus der Mail übernommen. Zwei in der Signatur benannte Domains (royal-mardukstate.eu und king-marduk.com) sind übrigens nicht erreichbar.

Lustig ist auch die Postanschrift, befindet sich diese doch weder auf dem Petersplatz, auch nicht mitten auf der Nordsee sondern in Tübingen.

Also ich hab schon vieles erlebt, hab über Mehlkreise und Erdstrahlen geschmunzelt, aber das ist wirklich der Höhepunkt der Blödheit. Ich frag mich echt was man sich da einwerfen muß um sich so etwas auszudenken.

United Domains hat bei Xing übrigens bereits bestätigt, daß es sich bei der angeblichen Insolvenz um eine Falschmeldung eines ehemaligen Kunden handelt.

So, und ich hoffe ich konnte mit diesem Beitrag jetzt dem einen oder anderen noch ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.

23 Dez 09 Gedanken zur Bildung

Literatenmelu startet auf ihrem Blog ein Gewinnspiel rund um das Thema Bildung. Da möchte ich mich auch mal dran beteiligen und die von Melanie aufgestellten Fragen beantworten.

1. Woran erinnerst Du Dich, wenn Du an Deine Schulzeit zurückdenkst?
2. Welche Medien hast Du im Unterricht kennengelernt und auch selbst genutzt?
3. Welche Möglichkeiten siehst Du, die Lehrerausbildung zu verbessern?
4. Was hältst Du davon, Blogs, Wikis, Podcasts etc. im Unterricht einzusetzen?
5. Können Online-Angebote die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?

Zu 1.: Ich kann mich noch an all die tollen Dinge erinnern die es heutzutage schon lange nicht mehr gibt: Pioniernachmittage, Altstoffsammlungen, Fahnenappell und FDJ-Veranstaltungen. Das “Abzeichen für gutes Wissen” hab ich damals erworben und war lange Jahre Mitglied im Gruppenrat. Ja, damals war auch sichergestellt, daß nach Schulende die Schüler sinnvoll beschäftigt wurden. Heutzutage trifft man die Schüler nach Schulende ja eher an Bushaltestellen mit ner Flasche Billigbier in der Hand.

Zu 2.: Als ich von 1980 bis 1990 zur Schule ging war an so etwas wie das Internet noch gar nicht zu denken. Radio, Zeitung und Fernsehen waren die Medien über die man an Informationen kam. Heutzutage kann man da ja auf viel zahlreichere Medienkanäle zurückgreifen um sich zu informieren. Missen möchte ich diesen Informationsluxus auf keinen Fall mehr.

Zu 3.: Mit der Lehrerausbildung kenn ich mich nicht so aus, stelle aber immer wieder fest, daß Lehrer mit dem Computer im allgemeinen wohl auf Kriegsfuß stehen. Das sollte man auf jeden Fall ändern, denn es kann nicht sein, daß die Schüler da mehr wissen als ihre Lehrer.

Zu 4.: Eine sehr gute Idee. In der heutigen Zeit sind Blogs, Wikis usw. als Informationskanäle nicht mehr wegzudenken. Den Schülern kann so auch der sinnvolle(!) Einsatz des Internets besser vermittelt werden und sie lernen sich aus den dort gebotenen Möglichkeiten eine eigene Meinung zu bilden.

Zu 5.: Ich denke mal, daß Onlineangebote im Nachhilfebereich durchaus eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz darstellen können. Vieles muß den Schülern doch persönlich erklärt werden, zumal jeder Schüler Dinge anders begreift.

So, da bin ich mal gespannt was Literatenmelu zu meinem Blogbeitrag sagt. Vielleicht hilft er ihr ja auch bei ihrem Studium etwas weiter. Von hier aus viele Grüße nach Berlin.

18 Dez 09 Robert Basic will Twitteraccount verkaufen

Tja, nachdem zu Jahresbeginn der angebliche “A-Blogger” (was ist das überhaupt?) Robert Basic sein Blog via ebay verkaufte scheint ihm das Geld aus dem Verkauf wohl auszugehen. Daher verkauft er nun auch seinen Twitteraccount @robgreen. Doch dieses Mal läuft das Ganze nicht via Ebay sondern man muß das Gebot per Mail an Robert senden.

Das Ergebnis ist interessant. Seitdem die Verkaufspläne des Twitteraccounts bekannt wurden kennt seine Followerzahl nur noch eine Richtung: nach unten!

robgreen_screen

Follower mögen es nämlich nicht wenn man sie einfach so verkauft. Das läßt auch darauf schließen was Robert seine Follower wirklich wert sind: nichts.

Mit dem Verkauf seines Twitteraccounts verstößt Robert Basic zudem noch gegen die Twitterregeln, die einen Verkauf von Accounts untersagen. Auch das scheint Robert Basic nicht wirklich zu interessieren. Mal schauen ob Twitter ihm da nicht noch einen Riegel vorschiebt und den Account sperrt. Dann wäre die Aktion so richtig nach hinten losgegangen.

Wer miterleben möchte wie sich die Followerzahlen des Accounts in den nächsten Tagen entwickeln, kann das ganz bequem bei Twittercounter.com machen. Der oben eingefügte Screenshot wirft ja bereits ein entsprechendes Bild auf die Entwicklung des Accounts. Damit wird der Account auch für potentielle Kaufinteressenten immer wertloser.

Fazit: Mit der Aktion hat Robert Basic auch den letzten Rest seiner Glaubwürdigkeit im Web verspielt.

17 Dez 09 Microkredite statt Weihnachtsgeschenke

Weihnachten steht vor der Tür, selbst der letzte dürfte dies inzwischen bemerkt haben. In vielen Unternehmen ist es üblich zu Weihnachten die Kunden und Geschäftspartner mit mehr oder weniger großen Weihnachtsgeschenken zu bedenken. Auch bei mir kam heute ein Geschenk von einem Kunden von mir an.

Ich selbst spar mir allerdings den Geschenkekauf für meine Kunden, denn letztendlich bezahlen damit meine Kunden ihre Geschenke ja selbst. Häufig steht man dann eh vor der Frage: was schenke ich meinen Kunden in diesem Jahr?

Anstelle dessen habe ich in diesem Jahr etwas getan was ich schon längere Zeit vor hatte: ich bin zum Kreditgeber bei Kiva geworden.

Was ist Kiva?

Kiva ist ein Portal, daß Microkredite an Menschen vermittelt, Menschen die vornehmlich in sogenannten Entwicklungsländern ansässig sind und sich dort aus eigener Kraft ein Leben gestalten wollen das lebenswert ist. Wie der Name Microkredit bereits aussagt geht es dabei um Kredite die in der Regel im drei- bis vierstelligen Bereich liegen. Die Handelswährung auf Kiva ist US-Dollar.

Jeder der möchte kann sich dort als Kreditgeber anmelden. Die Microkredite werden zinslos vergeben. Natürlich sollte man sich der Tatsache bewußt sein, daß es auch mal zu einem Totalausfall des als Kredit vergebenen Betrags kommen kann. Ich selbst spende daher an einzelne Personen bzw. Personengruppen immer nur den Mindestbetrag in Höhe von 25 Dollar und verteile daher mein zuvor via Paypal eingezahltes Geld lieber auf mehrere Kreditnehmer.

kiva

Ich find es toll auf diese Weise Menschen zu helfen, die nicht den Kopf in den Sand stecken sondern für sich und ihre Familie selbst eine gesicherte Zukunft aufbauen wollen.

Ich werde wohl jetzt regelmäßig schauen ob irgendwem auch mit einer kleinen Hilfe eine große Freude machen kann. So kann auch jeder einzelne von uns auf diese Art und Weise versuchen diese Welte ein klein wenig lebenswerter zu machen.

Vielleicht ist es ja auch für den einen oder anderen meiner Leser eine Alternative zu Weihnachtsgeschenken für Leute die eigentlich nichts wirklich brauchen.