Ich und mein #Wochenendwein

By | Januar 26, 2019

#WochenendweinWer mir auf Twitter folgt oder mit mir bei Facebook befreundet ist, der weiß es ja längst: Freitag gegen 20 Uhr präsentiere ich den Wochenendwein. An den Wochenenden wo ich abends daheim bin, mache ich mir am Freitag eine Flasche Weißwein auf. Die trinke ich dann verteilt auf drei Abende. Es geht mir also eindeutig um Genuss und nicht darum sich sinnlos zu besaufen.

Rund um das Thema Wein im Allgemeinen und den Wochenendwein im Speziellen tauchen immer wieder Fragen auf. Deshalb habe ich diesen Blogbeitrag hier verfasst.

Ich trinke ausschließlich Weißwein, keinen Rosewein oder Rotwein. Beides ist einfach nicht meines. Weißwein bevorzuge ich als trockenen Wein, selten auch mal feinherb. Auch wenn ab und an mal ein ausländischer Wein dabei ist, bleibe ich doch in erster Linie deutschen Weinen treu. Es gibt hierzulande so viele Weingüter mit so vielen tollen Weinen, da wird man eh nie fertig mit dem Ausprobieren. Gerade erst von einem Weingut in der Nähe von Frankfurt (Oder) gehört und da plane ich nun an einer Weinprobe teilzunehmen. Es müssen nicht immer die großen und bekannten Weingüter sein, gerade auch bei den unbekannteren Weingütern finden sich immer wieder überraschend gute Weine.

Und da sind wir bei einer wichtigen Frage: was darf ein guter Wein kosten?

#WochenendweinEigentlich so viel wie er euch wert ist. Der Durchschnittspreis für einen Liter Wein in Deutschland liegt bei ca. 2,50 €. Klar, wenn man weiß, daß der größte Weinhändler Deutschlands Aldi ist. 80 % des in Deutschland verkauften Weines geht im Lebensmitteleinzelhandel über den Tisch.

Wenn man aber wirklich gute Weine sucht, kommt man mit solchen Preisen nicht weit, muß aber dennoch kein Vermögen ausgeben. Allerdings sollte man dann weniger beim Discounter nach Weinen schauen, sondern eher in Vinotheken oder auf Wein spezialisierte Onlineshops wie Vicampo. Und wenn es schon im Lebensmitteleinzelhandel sein muß, dann würde ich Real und Kaufland da als erste Anlaufstelle empfehlen, denn dort gibt es eine recht große Auswahl und gerade bei Real habe ich schon so manchen guten Tropfen gefunden.

Für eine Flasche Wein (0,75 ltr.) zahle ich selbst zwischen 5 und 15 €, zumeist eher zwischen 5 und 10 €. Dafür bekommt man sehr vernünftige Weine und das Risiko, daß man die angebrochene Flasche wegkippt, ist sehr gering. Eigentlich ist mir das nur mit einem elsässischen Gewürztraminer mal passiert. Aber mehr als die o.g. Preisspanne muß der Durchschnittsweinkunde nicht ausgeben. Alles was über 15 € liegt, ist dann wirklich eher was für absolute Kenner. Ob ich oder ein anderer Durchschnittsweinkunde da alle Nuancen herausschmeckt oder gar einen wirklichen Unterschied zwischen einem 10 €-Wein und einem 30 €-Wein, wage ich zu bezweifeln.

Wo kaufst du deinen Wein?

Zu 90 % bei Vicampo im Onlineshop, da dort das Preis-Leistungs-Verhältnis für mich bisher immer stimmig war. Einen 6er Karton mit sechs verschiedenen Weinen bekommt man da ab 39,90 € zzgl. Versandkosten. Ansonsten schaue ich auch im Supermarkt immer mal am Weinregal entlang ob sich da nicht für mich etwas findet, das mich anspricht. Manchmal bringe ich mir auch eine Flasche Wein von meinen Reisen mit. So gibt es im Hauptbahnhof von Prag eine Vinothek und von dort brachte ich mir einen Sauvignon Blanc aus Moldawien mit. Da ich in Zukunft auch das eine oder andere Weingut besichtigen möchte, wird sicherlich auch von dort etwas mitgebracht. Direkt beim Hersteller kaufen, ist für alle Beteiligten optimal. Gerade in den Vinotheken besteht auch die Möglichkeit die Weine vorab zu verkosten. Da kauft man dann nicht die Katze im Sack.

Wie weiß ich denn ob mir der Wein auch schmecken wird?

#WochenendweinDas weiß man wirklich nicht immer im Voraus, aber gerade wenn man online Wein bestellt, ist es ratsam vorher die Bewertungen anderer Kunden zum jeweiligen Wein zu lesen. Da kann man dann schon etwas von ableiten, gerade auch im Hinblick auf den persönlichen Geschmack. Ein recht mineralischer Wein mit einer ausgeprägten Säure kann dem einen richtig super schmecken, aber wer fruchtige Weißweine bevorzugt, wird von so einem Wein alles andere als begeistert sein. Der Wein muß deshalb nicht schlecht sein, er kann sogar ein sehr guter und teurer Wein sein, aber er passt dann halt nicht zu der jeweiligen Person. Deshalb sollte man bei Bewertungen nicht nur auf irgendwelche Sternchen schauen, sondern wirklich die Bewertungstexte lesen um zu verstehen wie dieser betreffende Wein sich gibt.

Wie finde ich als Anfänger den richtigen Wein für mich?

Probieren, da hilft nur probieren. Ob man eher fruchtige Weine mag oder säurebetonte Weine bevorzugt, wird man schnell herausfinden. Auch die bevorzugten Rebsorten findet man mit der Zeit recht schnell heraus und so arbeitet man sich Stück für Stück vor und kann dann auch mit Weinbeschreibungen und Bewertungen immer mehr anfangen und so immer leichter im Vorfeld schon wissen ob der jeweilige Wein etwas für einen ist.

Wer sich die Zeit nimmt, sich etwas näher mit dem Thema Wein zu beschäftigen, wird schnell die zahlreichen Facetten entdecken, die es hier gibt. Und bitte nicht von irgendwelchen hochtrabend klingenden Namen und Beschreibungen erschrecken lassen, die sind manchmal nur Schall und Rauch. 😉 Ansonsten einfach viel Spaß beim Wein genießen.