Unterwegs mit dem Deutschlandpass – Tag 7

By | Juli 21, 2013

Eigentlich wäre es bereits Tag 9, denn ich bin zwischenzeitlich damit ja noch einmal nach Staßfurt und zurück sowie einmal nach Berlin und zurück gefahren, aber da gab es dann wirklich nichts zu berichten.

Mein nächstes Reiseziel sollte nun der Mittelrhein sein. St. Goar und St. Goarshausen standen auf dem Besuchsplan.

Morgens um fünf Uhr ging es mit dem IC erst einmal nach Hannover. Noch fix einen Kaffee bei Starbucks geholt und dann ab in den ICE nach Frankfurt/Main. Der war auch soweit pünktlich und so hatte ich dann eine knappe dreiviertel Stunde Aufenthalt, die ich nutzte um die dortige DB Lounge zu testen. Kaffee geholt und spätestens nach dem war ich dann auch wach.

Der IC 1122 (?) brachte mich dann nach Mainz. Der hatte ein paar Minuten Verspätung, was mich nicht weiter störte, den Anschluß in Mainz habe ich dennoch bequem geschafft. Hier hatte ich dann auch erstmals den unmodernisierten 1. Klasse Großraumwagen live erlebt. Die 1. Klasse war hier übrigens recht gut besetzt, wie auch in dem ICE einige Leute mehr die 1. Klasse nutzten.

Das was mich dann in der 1. Klasse des Desiro ML der Mittelrheinbahn erwartete, war weit weg von ner 1. Klasse. Da hat man lediglich den 2. Klasse-Sitzen eine andere Farbe der Sitzbezüge verpasst. Das wars dann aber auch. Aber wenigstens war es dort ruhig und so zuckelte ich auf der linksrheinischen Seite entlang nach St. Goar. Schöner Anblick, den man da hat. Alleine der ist es wert mal diese Strecke zu befahren. Und wieder beweist sich: man muß nicht ans andere Ende der Welt fliegen um was tolles zu sehen. Eine Fahrt entlang des Rheins reicht völlig.

Zurück ging es dann am Nachmittag auf der anderen Rheinseite ab St. Goarshausen. Da verkehrt die VIAS GmbH im Regionalverkehr mit Flirt-Triebwagen (die aber meiner Meinung nach den Desiro ML recht ähnlich sehen). Auch hier hat man sich in der 1. Klasse nicht mit Ruhm bekleckert. Es trifft das gleiche zu wie bei den MRB Desiro ML. Die Sitze sind recht hart, nicht gerade 1.Klasse-würdig.

Zwischenstop in Rüdesheim, zwischendurch wieder den Blick auf die tolle Landschaft genossen. In Rüdesheim dann eine Stunde später weiter über Wiesbaden nach Frankfurt. Hier hätte ich eigentlich ne knappe Stunde Aufenthalt gehabt und war schon am überlegen, was ich damit anstellen soll. Die DB Navigator-App warf mir dann aber den ICE 70 raus, der in Frankfurt mit +15 Minuten Verspätung abfahren sollte und den ich bequem schaffen würde. Der sollte mich dann bis nach Hannover bringen.

Also flugs einmal quer über den Hauptbahnhof zu Gleis 9 gehechtet und kurz danach kam der ICE 70 auch bereits an. Die 1. Klasse war hier recht gut besetzt, aber nicht überfüllt. Ich hatte mir einen Sitzplatz mit Tisch geschnappt und machte es mir dort bequem.

Die 15 Minuten Verspätung holte der ICE 70 nicht wieder auf. Von daher stellte sich die Frage, wie es ab Hannover weitergeht. Planmäßig hätte ich den ICE 955/945 nehmen können, doch wartet der auf meinen verspäteten ICE?

Nun, er brauchte nicht warten, denn er hatte selbst Verspätung und war noch nicht mal in Hannover als ich dort ankam. Also in Ruhe den Bahnsteig gewechselt und auf den ICE gewartet. Erster Hinweis: der zweite Zugteil sei verschlossen. Angstschweiß setzt ein, wie voll wird der Zug dann wohl sein, denn der besteht ja aus 2 ICE2-Zugteilen. Es standen auch ne Menge Leute am Bahnsteig und als der Zug dann einlaufen kam auch die Erleichterung. Nur ne Handvoll Leute stieg in den 1. Klasse-Bereich, die ganze große Menschentrauben wollte in den 2. Klasse-Bereich.

Der 1. Klasse-Wagen in dem ich saß, beherbergte weniger als 10 Reisende. Mit knapp 20 Minuten Verspätung ging es dann los in Hannover. Irgendwo zwischen Hannover und Braunschweig plötzlicher Halt. Irgendwas an mehreren Bahnübergängen war kaputt und so schlichen wir dann, immer wieder durch kurzfristige Halte unterbrochen, bis nach Braunschweig. Magdeburg erreichte ich dann mit +38 Minuten, aber immer noch viel früher als ansonsten geplant. So hat mich die Verspätung nicht weiter gestört.

Erkenntnis der Fahrt: manche Verspätung kann auch mal positiv sein und die Rheinstrecken sind unbedingt noch den einen oder anderen Ausflug wert.