Gestern fand das Wordcamp 2010 in Berlin statt, allgemein auch einfach als #wcb10 bezeichnet. Das Wordcamp ist ein Barcamp bei es in erster Linie um das Thema WordPress geht.

Als einer der Sponsoren des Wordcamps 2010 hab ich mich auch mit auf den Weg nach Berlin gemacht. Bereits in 2009 war ich beim Wordcamp in Jena dabei gewesen, damals war es mein erstes Barcamp überhaupt.

Als Location wurde das Betahaus in Berlin, ein recht bekannter Coworkingspace. Ich muß sagen ich war erschrocken. Ich würde niemals Geld dafür bezahlen in so ner Bruchbude arbeiten zu dürfen. Unter dem Betahaus hatte ich mir etwas vollkommen anderes vorgestellt. Letztlicch war es ein mehr schlecht als recht umfunktioniertes Lagerhaus. Daß der dort eingebaute Fahrstuhl noch nicht vom TÜV gesperrt wurde wundert mich echt.

Die zur Verfügung gestellten Räume waren kahle leere Lagerhallen, größtenteils ohne Türen. Als Sitzgelegenheiten dienten Campingklappstühle. Wie die Akustik in solchen Hallen ist, kann sich bestimmt jeder vorstellen. Hat man vorne gesessen, dann hat man zwar den Vortragenden verstanden, aber wenn jemand von hinten etwas gefragt hat, kam das teilweise nur bruchstückhaft an. An Klimatisierung war gar nicht zu denken.

Ich bin der Meinung, man hätte in Berlin garantiert bessere Räume mit besserer Ausstattung finden können. Mit dem Jentower in Jena beim Wordcamp 2009 haben die Wordcamp-Organisatoren ja bewiesen, daß sie eine gute Wahl treffen können. Es fehlten in den Sessionräumen sämtlichst Tische, das ist teilweise schon etwas hinderlich gewesen.

Ein wenig enttäuscht war ich auch von der Verpflegung. Wir hatten das Glück in unmittelbarer Nähe zum Betahaus ein kleines Restaurant zu finden wo wir uns stärken konnten, denn der auf dem #wcb10 angebotene Kuchen mit Zuckerguss war jetzt nicht wirklich das, was man sich so als Mittagessen vorstellt. Da sollte man auf jeden Fall nachbessern beim nächsten Wordcamp und den Teilnehmern eine vernünftige Verpflegung (Frühstück, Mittagessen) anbieten. Klappt bei anderen Barcamps auch ganz gut, auch welche die mit sehr geringem Budget planen mußten.

Die Sessions waren von unterschiedlicher Qualität. Positiv hervorheben möchte ich die Session von @vlad_perun, der einige Performancetips für WordPress gab. Da werden wir in nächster Zeit ja sicher auch noch einiges von umsetzen.

Fazit: Licht und Schatten lagen für meine Begriffe beim diesjährigen Wordcamp eng beieinander. Bin gespannt ob die Organisatoren im kommenden Jahr draus lernen werden.