Dreh dich nicht um, der Shitstorm geht rum

Zu Wochenbeginn war es mal wieder soweit, es brodelte in Klein Bloggersdorf und der Twittersphäre. Was war geschehen?

Ein Blogger wurde von einem Webdienstleister mit zweifelhaftem Ruf abgemahnt. Da der Blogger sich nicht um die Abmahnung scherte, zog der Dienstleister vor Gericht und bekam Recht. Das störte den Blogger immer noch nicht, denn er zahlte die festgesetzten Kosten nicht (vollständig). Der Webdienstleister machte daher etwas, was ihm rechtlich zustand. Er Griff zum Mittel der Pfändung und lies die Domain des Bloggers pfänden.

Das lies nun den Blogger aufschreien und mit ihm schrieen all jene, die größtenteils gar nicht wußten wie der ganze Sachverhalt zusammenhing. Aber bei den meisten Bloggern ist es halt leider nunmal so, daß erst geschossen und dann gefragt wird. Moral wird nur groß geschrieben, wenn es die eigene ist.

Ich betrachte den Webdienstleister und seine Art der Arbeiten und Kundenakquise auch mit großem Abstand und halte ihn und seine Art für fragwürdig. Rechtlich betrachtet war der Webdienstleister hier aber im Recht und es bleibt ihm freigestellt, was er pfänden läßt um seine Kosten zu decken, die der Blogger hätte zahlen müssen. Die Domain will der Webdienstleister nun in Kürze bei ebay versteigern und ich bin gespannt, was da an Erlösen bei rumkommt. Und ja, ich denke auch darüber nach bei der Auktion mitzubieten.

Toll fände ich es, wenn einige Blogger in Zukunft zuerst einmal den Sachverhalt analysieren würden, bevor sie auf irgendwen einschlagen, der nur von seinem Recht Gebrauch gemacht hat. Auch Blogger müssen sich nunmal an geltendes Recht halten und sind halt nicht immer „die Guten“.

  1. Johann

    Naja. Da kann man ja dann doch froh sein, dass „nur“ die Domain gepfändet wurde…
    Wenn du mitbieten willst, brauchst aber nen dicken Geldbeutel, denke ich… Bieten sicher auch einige Unternehmen mit – ist ja gute PR (https://j0n.de/i8). 😉

  2. Hi Torsten,

    danke für die klaren Worte, mit denen ich Dir völlig Recht gebe! Letztlich ist es so: RW hätte reagieren können…und die „guter Blogger“-„böses Unternehmen“-Ansicht mag für viele Fälle stimmen, ist aber in diesem speziellen Fall jedoch in meinen Augen fragwürdig…auch wenn..blabla… 🙂

    LG
    Jasmina

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