Operation Ottostadt

By | November 19, 2010

In der gestrigen Ausgabe der „blauen BILD“ stand ein Artikel zur Ottostadt-Kampagne. Das Fazit: teurer als erwartet, weniger Erfolg als erwartet und letztlich muß der Stadtrat nun entscheiden ob und wie es weitergeht.

Ich habe das gesamte Projekt von außen mitverfolgt und war von Beginn an dagegen. Der Artikel bringt einiges von dem zutage, was ich seit Beginn an predige: solche Kampagnen müssen nicht von oben komme, sondern von unten. Wenn ich erst viel Geld ausgeben muß um die eigene Bevölkerung auf Kurs zu bringen, dann ist was falsch gelaufen. Gerade mal 50 % der Magdeburger KENNEN die Kampagne nach einem Jahr übrigens, was ja noch lange nicht heißt, daß sie sich auch mit der Kampagne identifizieren. Ich kenne bis dato so gut wie niemanden der hinter dieser Kampagne steht und sie für gut befindet.

Stadtmarketingkampganen haben in Deutschland noch nie funktioniert. Profitiert haben davon bisher nur Agenturen wie Scholz & Friends, die sich das Geld der Kommunen in die Tasche stecken. Die Kommunen selbst haben das nachsehen bei solchen Dingen. Kein potentieller Investor wird sich aufgrund einer solchen Kmpagne für einen Standort entscheiden.

Was ist also zu tun?

Die Ottostadt-Kampagne sollte so schnell wie möglich beendet werden und das dadurch eingesparte Geld anderweitig verwendet werden. Wenn Magdeburg zum Beispiel als innovativ auftreten möchte, dann könnte man das Geld zum Beispiel dafür einsetzen die gesamte Stadt flächendeckend mit einem kostenlosen WLAN zu versorgen und somit in Deutschland wirklich eine Vorreiterrolle einnehmen. Da hätte dann auch die Presse etwas zu schreiben, was auch über die lokalen Grenzen hinaus für Beachtung sorgt.

Man könnte das Geld auch dafür einsetzen, damit die Kindergärten zu finanzieren und somit für alle Kinder einen komplett kostenlosen Kindergartenplatz anzubieten. Vielleicht könnte man aber auch die gesamten Parkuhren einfach abschaffen, sodaß man überall in der Stadt kostenfrei parken kann.

Möglichkeiten das Geld sinnvoller einzusetzen gäbe es also viele, nun muß sich nur der Stadtrat dazu durchringen.