Trackingtools (weitestgehend) gesetzeskonform einsetzen

By | Januar 24, 2013

Eines der wichtigsten Dinge für einen Webmaster sind Statistiken. Schließlich möchte man ja wissen wie viele Besucher man hat, wo sie herkommen usw. Statistiktools gibt es einige, die meisten haben aber gemeinsam, daß sie im Ausgangsfall auch die vollständige IP speichern. Unsere Datenschützer hier in Deutschland empfinden das ja als total gefährlich, auch wenn von denen wohl selbst niemand weiß warum.

Wer also nun seine Besucher tracken möchte, muss dies so gestalten, daß die nicht die vollständige IP mitgetrackt wird.

Ich möchte anhand zweier populärer Trackingtools aufzeigen, wie man diese weitestgehend gesetzeskonform einsetzt. Das eine Tool ist Google Analytics, das andere ist Piwik. Der wichtigste Unterschied beider Tools liegt darin, daß ihr für Google Analytics einen Google-Account benötigt und alle Daten auf amerikanischen Servern gespeichert werden, während ihr Piwik als Script downloaden und auf eurer eigenen Domain installieren könnt.

Unabhängig davon ist der wichtigste Fakt, daß beide Tools eine Möglichkeit bieten die IP des Seitenbesuchers zu anonymisieren und damit dem Datenschutz Rechnung zu tragen. Wie man diese Einstellungen vornimmt, das möchte ich hier aufzeigen:

IP anonymisieren bei Piwik

Nach dem Login bei Piwik findet ihr oben rechts den Punkt „Einstellungen“.

Klickt ihr da drauf, kommt ihr auf eine andere Seite, wo ihr im Menü unter anderem den Menüpunkt „Privatsphäre“ findet.

Dort findet ihr folgende Einstellungsmöglichkeiten:

Im oberen Auswahlfeld „Ja“ auswählen. In dem Feld darunter dann auswählen in welchem Umfang die Kürzung erfolgen soll.

Danach dann den Trackingcode ganz normal in eure Webseite einbauen.

Bitte beachtet, daß in der Standardkonfiguration die IP-Anonymisierung NICHT aktiviert ist. Ihr müsst das also auf jeden Fall manuell vornehmen.

IP anonymisieren bei Piwik

Bei Google Analytics geht man einen anderen Weg. Hier ergänzt man einfach den Trackingcode, den ihr für eure Webseite bekommt um eine Codezeile mit folgendem Inhalt:

_gaq.push ([‚_gat._anonymizeIp‘]);

Damit weiß Google dann auch, daß sie die IP nicht in voller Länge speichern dürfen.

Meine Empfehlung wäre allerdings auf Piwik auf einem eigenen Webspace zu setzen.