6 Comments

  1. Danke für die Zusammenfassung. War wahrlich nicht das, was man sich drunter vorgestellt hatte. Allerdings hatte ich vorher auch schon meine Bedenken zu dieser „keynote“ geäußert, da ich allgemein sehr skeptisch mittlerweile gegenüber Studierten in dem Bereich bin. Social Media verlangt viel Gefühl, wenig Wissenschaft… Aber ich wollte mich eines besseren belehren lassen. Nun ja, die ersten Minuten empfand ich sogar recht interessant wenn es denn weitergegangen wäre. Dann trat ein was du beschrieben hattest. Allerdings muss ich in dem Kontext sagen, dass keiner richtig den Mund aufgemacht hat und gesagt hat, dass das nicht so richtig das ist was erwartet wurde. Ich bin dann noch geblieben nachdem 50% der Anwesenden den Raum verlassen haben und habe mit den Vortragenden gesprochen was da grad passiert ist. In erster Linie haben sie gesagt, dass sie das nie wieder machen werden. Genau das hat nämlich die Reaktion erzeugt. Ich hätte mir einfach von der Gemeinschaft – vom Community-Gedanken her gewünscht, dass alle geblieben wären und das diskutiert hätten. Jeder hat mal angefangen, jeder macht Fehler, keiner hatte zu der Zeit was „besseres“ vor.

  2. Ich denke ein Fehler war auch dafür extra einen Slot freizuhalten und das ganze nicht als normale Session anzubieten. Dadurch war der Qualitätsanspruch der Teilnehmer an der Keynote noch größer.

    Sicher hätten auch alle bleiben und diskutieren können, aber ich glaube 1-2 Leute haben ja zu Beginn versucht das ganze in die Richtung „Studie“ zu schieben, was ja dann von Tabea abgeblockt wurde. In dem Moment hatten die halt vergessen, daß sie keine Studenten da sitzen haben die dringend paar Punkte brauchen. Im gleichen Moment haben dann viele Teilnehmer innerlich abgeschaltet.

    Bei einem anderen Barcamp, ich glaube es war in Bielefeld, wurde zu Beginn extra drauf hingewiesen, daß es NICHT unhöflich ist, die Session mittendrin zu verlassen.

    Alle sind halt freiwillig dort gewesen und da kann man auch keinen zwingen sich das komplett anzuhören, wenn es einem nicht zusagt. Nunja, ich denke alle haben an dem Tag etwas dazu gelernt, auch wenn es für die drei Chemnitzer wohl etwas härter war.

  3. Bea

    Danke für diese Ausführung. Das Thema an sich wurde ja spannend verkauft und das Interesse war ja rege. Diese „Mitmachaktion“ ging ja leider in die Hose, ich selbst fühlte mich auf einmal sehr unwohl und auf den Gesichter der meisten anderen Besucher war ähnliches abzulesen. Es tut mir leid für die Chemnitzer, aber die Hinweise darauf, dass niemand so begeistert von der Aktion war, waren doch sehr eindeutig.
    Man kann doch nur daraus lernen..

  4. Katja

    Ich fände es total schade wenn die, mir sehr sympathischen, Vortragenden durch diese Reaktionen nun völlig abgeschreckt sind, denn die Ergebnisse der Studie interessieren mich doch sehr. Einfach auch um Anhaltspunkte und Vergleichswerte zu haben, z.B. verbringe ich zuviel Zeit mit störenden Usern, oder habe ich die meinigen (durchschnittlich) ganz gut im Griff? Was wird als Störung definiert? Wie gehen andere mit Problemfällen um und kann man vielleicht Trends erkennen, Mittel zu denen kurz oder lang alle greifen? Gibt es signifikante Nerv-Unterschiede in der Demografie der Zielgruppe, was kostet die einzelnen Unternehmen und im Durchschnitt die Betreuung solcher Fälle, und und und?
    So wie ich es verstanden habe, wollten sie ja Teile der Studie veröffentlichen. Weiss jemand ob und wo und wann das passiert?
    Ich bin auch nicht gleich gegangen, habe aber auch nicht wirklich gewusst was ich an einer der Wandzettel hätte schreiben sollen, hatte ich doch eher so viele Fragen im Kopf und wollte etwas über die Ergebnisse hören. Ich fand allerdings solche Gruppenbildungsproblemerörterungsgeschichten schon in der Schule zum weglaufen und ich glaube, das fanden einige anderen auch. Aber Mühe gegeben haben sie sich und engagiert waren sie auch. Dafür bedanke ich mich auch.

  5. Wir haben ja am Sonntag nochmal in einer Session über die Keynote gesprochen, wo die Chemnitzer ebenfalls anwesend waren und sie hatten es zudem Zeitpunkt schon gut verdaut und verstanden. Sie haben eingesehen, dass es ein Kommunikationsfehler gab, wodurch es eine ganz andere Erwartungshaltung an die Keynote seitens der Teilnehmer entstand.

    Zu der Studie konnten sie wohl nichts sagen, weil die Studie gerade bei einem Verlag liegt, die die Studie veröffentlichen will und es deshalb eine „Nachrichtensperre“ gibt.

  6. Tabea

    „Hut ab!“ vor allen Community-Managern!
    Dass dies keine leichte Aufgabe ist, haben wir am Samstag am eigenen Leib erfahren. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir mit vielen Teilnehmern in persönlichen Gesprächen bzw. in unserer Sonntagssession darüber reflektieren konnten. „Aus Fehlern wird man klug, darum…“ an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für euer konstruktives Feedback.
    Zur Studie: Die Veröffentlichung der Ergebnisse werden wir zum gegebenen Zeitpunkt bekanntgeben. Das wird allerdings noch ein paar Monate dauern.

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