Barcamp Karlsruhe 2011 – mein persönlicher Rückblick

Karlsruhe – irgendwo am Arsch der Welt gelegen (zumindest für mich von Magdeburg aus gesehen) – war Veranstaltungsort für ein Barcamp. Trotz der Entfernung von über 550 Kilometern machte ich mich auf den Weg dorthin und wurde nicht enttäuscht.

Bereits am Freitag zur Vorabendparty traf man alte Bekannte und neue Gesichter wieder. Die Location war okay, lag sie doch auch nur rund 50 Meter von meinem Hotel entfernt. Allerdings war im für uns reservierten Gewölbekeller die Internetverbindung recht lahm bis nicht vorhanden, das förderte aber den direkten Austausch untereinander.

Am anderen Morgen, nach einem leckeren Frühstück im Hotel Berliner Hof, ging es dann zum Barcamp (#bcka) im Technologiepark Karlsruhe. Die Location stellte die CAS Software AG zur Verfügung, wir hatten genügend Platz um uns auszubreiten.

Bei der Vorstellungsrunde stellte sich raus, daß ca. 80 % der Teilnehmer erstmalig bei einem Barcamp waren. Solche Quoten kenne ich sonst eher nicht von Barcamps, zumeist liegen die bei weit unter 50 %. Das bot auch für die alten Barcamphasen einige Vorteile. So konnten „alte“ Sessions hier rausgekramt und vor „frischem“ Publikum gehalten werden. Ein weiterer Vorteil dieser Verteilung sollte sich noch am zweiten Veranstaltungstag rauskristallisieren, doch zu später mehr.

Den Sessionplan beider Veranstaltungstage findet man übrigens unter https://bit.ly/bckasessions

Meine Sessions „SEO-Klinik“ und „Fehler bei Onlineshops“ hielt ich gleich zu Beginn. Beide stießen auf reges Interesse und die Teilnehmer beteiligten sich aktiv – so wie das sein muß bei Barcamps. Mit Oliver Gassner (@oliverg) hatte ich schon am Abend zuvor abgesprochen, daß wir am Sonntag gemeinsam eine Xing-Session hielten.

Der Sonnabend bot mir noch weitere interessante Sessions. So zu Crowdsourcing und den CMS ModX und Drupal 7 und zu Privacy in Social Networks. Die Drupal-Session war für mich etwas zu technisch ausgelegt.

Nach dem Abendessen, im großen Zelt hinter dem Gebäude der CAS Software AG, ging es dann für @HerrJung und @ichhebgleichab sowie mich in die Innenstadt. Auf Startup-Pitch und Werwolf-Spiele hatten wir keine Lust und so suchten wir uns was in der Innenstadt. Die Entscheidung fiel auf das Enchilada. Es war recht voll, doch wir bekamen noch einen der letzten freien Tische.

Im Nebenraum gabs einen Junggesellenabschied, standesgemäß mit Stripperin – die dann beim Warten auf Einlaß dann direkt vor mir stand, im Lederkostüm als Polizistin. Nur konnten wir leider @ichhebgleichab nicht überreden auch zu strippen. Vielleicht mal bei einem der nächsten Barcamps? 😉 Dafür drehte sich dann unser Tischgespräch um Stripperinnen, Table Dance-Bars, Bordelle usw. Keine Ahnung was der eine oder andere wohl von uns gedacht hätte, wenn er unsere Gespräche mitgehört hätte. Schmunzel

Dann ab ins Hotel und geschlafen.

Nach dem Frühstück im Hotel, dann mit Gepäck wieder mit der Straßenbahn in den Technologiepark. Ich finde den Begriff „Technologiepark“ übrigens doch etwas zum schmunzeln, denn außer ein paar Bürohäusern ist drumherum eher wildwachsendes Grün zu erblicken.

Dann die Sessionplanung für den Sonntag. Dabei erlebte ich dann doch etwas seltenes, denn es mußten zwei zusätzliche Slots geschaffen werden, damit mehr Sessions stattfinden konnten.Viele Barcamp-Neulinge hatten wohl am ersten Tag erstmal geschaut wie das alles so abläuft und sich dann entschlossen am zweiten Barcamptag selbst eine Session anzubieten.

Ich selbst hatte mich kurzfristig entschlossen eine Linkbuilding-Session anzubieten, die auch wieder auf Interesse bei den Barcampteilnehmern stieß. Anscheinend war die auch gut, was ich so aus einigen Tweets rauslesen konnte. Danach folgte dann gemeinsam mit dem @oliverg die Xing-Session, bevor ich dann wieder selbst Zuhörer wurde. Eine Netzpolitik-Session, eine Session über Social Media im Real Life sowie die Session von @kehrseite zu Android-Apps standen noch auf dem Plan, bevor dann @ichhebgleichab und ich von @HerrJung zum Bahnhof chauffiert wurden.

Damit endete ein sehr schönes Barcamp für mich und gerade der hohe Anteil an Barcampneulingen hat hier mit zu der hohen Qualität beigetragen. Ich werde wohl auch in 2012 wieder nach Karlsruhe zum Barcamp reisen, denn das Orga-Team wird jetzt nicht umhin kommen im nächsten Jahr eine Neuauflage zu machen.

Wer nicht dabei war hat echt was verpaßt. Ich hoffe auch in Zukunft auf die Teilnahme vieler Barcamp-Neulinge bei den anstehenden Barcamps. Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehle ich für den 27./28.08.2011 das Barcamp Hannover für das es unter https://barcamphannover.mixxt.de noch einige wenige freie Plätze gibt. Also fix anmelden.

Links zu anderen Blogbeiträgen, Fotogalerien usw. zum #bcka werde ich hier nach und nach ergänzen.

2 Comments

  1. Fabian

    „Ich werde wohl auch in 2012 wieder nach Karlsruhe zum Barcamp reisen, denn das Orga-Team wird jetzt nicht umhin kommen im nächsten Jahr eine Neuauflage zu machen.“ – danke! 🙂

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