Mein Ausflug nach Warschau – Tag 2

By | April 2, 2014

*gähn* Gut schlafen tut man ja in den Betten im Mercure Hotel, muß man schon sagen. Die Sonne trieb mich aber schon früh raus. Also geduscht und ab ins Hotelrestaurant zum Frühstück. Ab 6.30 Uhr sollte es das geben und ich war gegen 7.15 Uhr dort. Da war da schon richtig viel los. War also nicht der einzige Frühaufsteher.

Wow, das Frühstücksbuffett konnte sich wirklich sehen lassen. Alles was man so erwarten konnte. Besonders hervorheben möchte ich die Eierkuchen, die ich mit ner Erdbeersoße verzierte.

Nachdem ich dann irgendwann wirklich satt war, ging es aufs Zimmer um die Ausrüstung zusammenzupacken und dann ging es los. Alle Akkus waren geladen, auch der Powerakku zum nachladen, und die Sonne schien und keine Wolke weit und breit.

Heute standen eigentlich drei Museen auf dem Plan und die Altstadt. Zuerst wollte ich mir das Erotikmuseum anschauen, das es aber wohl nicht mehr gab. Ich fand es jedenfalls nicht an der angegebenen Adresse. Stattdessen dann durch einen Park zum Grabmal des unbekannten Soldaten. Das wird übrigens tatsächlich von einer Ehrenwache der polnischen Armee bewacht.

Gegenüber stand ein Denkmal für jemanden, den man auch mit Magdeburg in Verbindung bringen kann: den ehemaligen polnischen Präsidenten Marschall Pilsudski. Der war nämlich während des 1. Weltkriegs zeitweise Gefangener in der Festung Magdeburg. Dann einmal rechts abgebogen und eine lange Straße entlang gelaufen. Viele schöne sanierte alte Häuser und mehrere Kirchen (davon haben die in Polen eh mehr als genug, mehrheitlich katholische) gesehen. Auch Denkmäler kreuzten mehrmals meinen Weg, z.B. eines für Nikolaus Kopernikus. Inzwischen bekam ich etwas Durst, also suchte ich mir das nächste Café und bestellte mir einen Kaffee und ein Glas Wein, setzte mich draußen hin und beobachtete das Treiben.

Danach weiter gezogen, wollte ja noch vieles sehen. Dieses Mal in die Richtung aus der ich kam. Zuerst mal den Universitätscampus besichtigt. Auch hier sehr viele alte und gut sanierte Häuser. Wirklich ein toller Campus. Erinnerte mich etwas an den der FH Magdeburg, wobei der hier noch toller war.

Weiter ging es, vorbei an Kirchen, Plätzen und Denkmälern und das nächste Gebäude was auffallend war, war der Präsidentenpalast. Da standen auch zwei Sicherheitskräfte davor. Schönes Gebäude übrigens. Demnächst sollte ich mir übrigens einen Hubschrauber zulegen, dann bekommt man solche Gebäude auch ihrer ganzen Schönheit von oben aufs Bild. 😉

Warschau Impressionen

Weiter ging es immer näher auf die historische Altstadt zu und plötzlich stand ich dann auch vor dem Schloß. 🙂 Wow, schönes, großes Gebäude. Erstmal paar Außenaufnahmen gemacht, dann rein und in die Schlange an der Kasse angestellt. Nachdem ich meine 22 Zloty gezahlt hatte, ging es dann zum Einlass und ich gab in der Garderobe (kostenlos!) Rucksack und Jacke ab. Dann in die nächste Schlange eingereiht um meinen Audioguide (17 Zloty) auszuleihen. Wollte ja schließlich wissen was ich da so alles sehe. Der Audioguide war sehr gut gemacht und führte mich durch das gesamte Schloss. Ich ahnte nicht was mich dort erwarten würde und war einfach nur geflasht. Mit Sanssouci kann es das Warschauer Königsschloß definitiv aufnehmen! Ungefähr zwei Stunden tigerte ich dann durch das Schloß und machte jede Menge Fotos.

Königsschloss Warschau

Wer Warschau besucht, sollte sich den Besuch des Schlosses NICHT entgehen lassen. Das ist ein absolutes Highlight. Fotos machen ist erlaubt, auch ohne zusätzliche Fotogebühr, nur den Blitz darf man nicht verwenden.

Nach ca. zwei Stunden war ich da durch, gab den Audioguide ab, holte meine Klamotten aus der Garderobe und dann ging es wieder draußen. Weiter ging es und ich fand dann den berühmten Marktplatz mit seinen alten Häusern, eines der bekanntesten Fotomotive Warschaus. Dort steht auch das Denkmal der Meerjungfrau.

Ich zückte gleich wieder die Kamera, die langsam nach einem neuen frischen Akku schrie, und nachdem ich mich durchfotografiert hatte, suchte ich ein Café und gönnte mir zwei leckere Stück Kuchen und einen Kaffee und noch ein Tonic Water. Lustig, während ich der Bedienung mit etwas englisch und viel Handzeichen erklärte welchen Kuchen ich möchte, sagte dann von hinten ein Gast in Deutsch zu mir, ich hätte die richtige Wahl in Sachen Kuchen getroffen. Ja, Deutsche traf ich immer wieder in Warschau.

Nach dieser Kalorienbombe ging es weiter. Es gab noch so viel zu sehen. Ich tigerte durch enge Gassen, Parkanlagen, vorbei an Kirchen, Plätzen, sah mir die noch existierenden Teile der alten Stadtmauer an und irgendwann erreichte ich dann auch das große Denkmal an den Warschauer Aufstand. Im nahegelegenen Park gab es eine Verschnaufpause, war inzwischen schon später Nachmittag, und danach spazierte ich weiter. Bei einem Gebäude war ich mir dann nicht so sicher was das war, dürfte aber wohl das Rathaus gewesen sein. Muß ich nochmal nachforschen. Abends im Hotel dann war ich fix und fertig, zog dann aber doch nochmal los um mir Warschau bei Nacht anzuschauen und ließ den Abend dann im Hotelrestaurant bei einem Glas Wein (okay, waren zwei Gläser) ausklingen.

Fazit des Tages: sehr viel gesehen, sehr positiv überrascht von der Stadt, leider nicht alles geschafft was geplant war ob der Größe der Stadt.

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