Mein erstes Buch – viele Fragen an euch

By | Juni 27, 2011

Der eine oder andere hat es vielleicht schon bei Twitter mitbekommen. Ich plane ein Buch zu schreiben, ein Fachbuch aus meinem beruflichen Umfeld. Thematisch möchte ich dazu jetzt noch nicht viel sagen. Ich weiß aber, daß die Zielgruppe durchaus recht groß ist im deutschsprachigen Zielgruppengebiet. Das Inhaltsverzeichnis, und somit das Konzept, steht bereits. Vorwort ist teilweise fertig und ich sitze jetzt am ersten Kapitel.

Ich weiß noch nicht ob es 80, 100 oder 200 Seiten werden. Das wird sich zeigen wieviel mir zu den einzelnen Themen an Material über den Weg läuft und wie ich das alles ausgestalten werde. Ich weiß aber bereits, daß es mir jetzt schon viel Spaß macht an dem Projekt zu sitzen. Doch noch ergeben sich für mich ein paar Fragen und vielleicht kann mir meine Leserschaft in dieser Angelegenheit ja etwas helfen.

Eine der wichtigsten Fragen für mich ist die nach der Art der Veröffentlichung. Da gibt es im Grunde drei Varianten:

1. Ich suche mir einen Verlag und verhandel mit dem ewig und drei Tage, sofern sich jemand davon begeistern läßt.
2. Ich spiele Eigenverlag und nutze einen der Book-on-demand-Anbieter in diesem Segment.
3. Ich bringe das Buch einzig als Ebook (PDF) raus und muß mich somit komplett alleine um Vertrieb und Vermarktung kümmern.

Würdet ihr ein Fachbuch rein als Ebook kaufen oder wollt ihr da doch lieber etwas gedrucktes in der Hand haben? Ich selbst kaufe Bücher bisher ja ausschließlich in gedruckter Form, weiß aber auch, daß Amazon bereits mehr Ebooks als gedruckte Bücher verkauft. Der Nachteil bei Variante drei wäre halt, daß ich mich um alles was man sonst so benötigt ganz von alleine kümmern muß. Teilweise wird einem das ja sonst von den Verlagen bzw. Book-on-demand-Anbietern abgenommen. Für den Leser hätte Variante drei den Vorteil, daß es wesentlich günstiger wäre als ein gedrucktes Exemplar.

Wie seht ihr das, welche Variante soll ich anpeilen?

Da ja sicher auch die Frage nach dem Preis für ein solches Buch aufkommt, möchte ich dazu auch etwas sagen. Der Preis ist ja auch mit abhängig vom Buchumfang und den kann ich zum jetzigen Zeitpunkt absolut noch nicht abschätzen. Solche umfangreichen Dinge habe ich noch nie geschrieben, da fehlt mir einfach die Erfahrung. Ich denke aber mal, daß ein gedrucktes Buch so zwischen 15 – 25 Euro kosten würde, wenn ich es als reines Ebook veröffentliche, dann wohl eher so 10 – 15 Euro.

Über eure Erfahrungen, Wünsche und Vorschläge in diesem Bereich würde ich mich daher sehr freuen. Als ran an die Tastatur. 🙂

8 thoughts on “Mein erstes Buch – viele Fragen an euch

  1. René

    Favorisieren würde ich Variante 2 allerdings inkl. Ebook. Kaufe selber einiges an Ebooks und würde das als Option bei einer Bestellung nützlich finden.

    Ebook und PDF schliessen sich nicht aus. Kannst je eine spezielle Landingpage dafür erstellen mit beiden Varianten drauf. Amazon kannst Du dann als Fullfillment-Partner nutzen.

    Dann von Blogs und Twitter drauf verweisen und die Dinge nehmen Ihren (positiven) Lauf.

    Achten musst Du aber auf die Bereitstellung einer ISBN-Nummer. – Ohne die geht so gut wie nichts im Buchhandel. Wird von einigen BOD-Dienstleistern angeboten.

    Verlage halte ich heute echt für verzichtbar.

  2. Daniel Bäzol

    Ich könnte eBooks am Rechner lesen, oder auch auf dem Smartphone.
    Aber ich bevorzuge trotzdem die gedruckte Variante. Der 3. Weg düfte Allerings der einfachste sein für Dich.

    Viel Spaß und Erfolg,

    Daniel

  3. Bernhard Kelz

    Ich würde auch zu einer gekoppelten Variante raten. Allein deshalb weil es noch genügend absolute E-Book Verweigerer gibt. Gleichwohl würde ich E-Book nicht unter den Tisch fallen lassen. Gerade bei Fachliteratur bieten E-Books viele Vorteile bei Tags angefangen über Volltextsuche bis hin zu durchsuchbare Kommentierungen. In gedruckten Büchern suche ich mich regelmäßig zu Tode, was extrem nervt wenn man dringend etwas sucht.

  4. Matthias

    Für Fachbücher bevorzuge ich E-Book, für Unterhaltungsliteratur das herkömmliche gedruckte Buch, das geht sicher nicht nur mir so.

  5. BobGrillen

    Du solltest gucken, was und wen du erreichen willst:
    Willst du ein Prestige-Objekt, das dir Türen in größeren Unternehmen öffnen oder dich als „Experten“ ausweisen soll, geh den wohl anstrengendsten Weg über einen Verlag.
    Geht es dir um ’nen Euro nebenbei und darum, bei Bedarf eine Art Selbstreferenz zur Verfügung zu haben, veröffentliche im Selbstverlag über BOD o.ä.
    Wenn es dir „nur“ um die reine Wissensvermittlung geht, reicht ein E-Book. Das kannst du online wunderbar vermarkten und es kostet dich in der Herstellung lediglich deine nervliche Gesundheit. 😉

    Lass aber auf alle Fälle einen Lektor drüberlesen, was im E-Book-Bereich so an Grausamkeiten rausgehauen wird, ist erschreckend.

    Viel Erfolg!

  6. Falko

    Meine Meinung liegt sehr nah an der von BobGrillen’s Darstellung. Die Ziele, die du mit dem Buch verfolgst, sind auf jeden Fall relevant. Davon hängt einiges ab.
    Manche Verlage lassen sich nicht auf eine „private“ Parallelvermarktung der Inhalte als E-Book ein, andere bieten das Komplettpaket. Das beinhaltet dann aus meiner Sicht alles vom Lektorat und der Werbung in der Verlagsvorschau über den Druck und Vertrieb im Buchhandel inkl. ISBN bis hin zur Veröffentlichung in allen digitalen Vertriebswegen (PDF-Download von der Verlagsseite, Apple Bookstore, Amazon Kindle Store und anderen).
    Das lassen sich die Verlage dann natürlich vom Leser bezahlen und rechnet sich nur bei hoher Qualität der Inhalte. Deshalb hat ein Buch im Verlag auch einen gewissen Status.

    Wenn ich aus meiner persönlichen Konsumentenrolle auf das Projekt schaue, bin ich auf jeden Fall für eine Variante, in der Du bei der Google Buchsuche im Rahmen einer Buchrecherche mit dem Buch vertreten bist. Für mich ist das ein Kriterium was Fachbücher angeht. Denn wer geht heutzutage noch freiwillig in eine Bibliothek für eine Literaturrecherche?

    Und als Lehrbuch lässt sich solche in Buch auch immer gut einsetzen, besonders dann ist die gedruckte Variante hilfreich, beispielsweise als Beigabe von teuren Weiterbildungen. So bin ich z.B. zum aktuellen Postfix-Buch gekommen.

  7. André Jordan

    Ich möchte dir ebenfalls zu einem „Sowohl-als-auch“ raten. Such dir einen Verlag, der dir beides anbietet. Ohne Verlag geht es sicherlich auch, aber aus eigener Erfahrung weiß ich: Publikationen über Verlage wirken seriöser und du brauchst dich um nichts zu kümmern, außer deine Kontonummer anzugeben .. 😉

    PS: Wenn du einen lokalen Verlag favorisierst, ist dir docucpoint-md.de bestimmt hilfreich.

  8. Jens

    E-Book ist wohl die einfachste Variante.
    Würde ich so kaufen!

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