Nach der Wahl ist vor der Wahl

By | September 28, 2009

Gestern nun war Bundestagswahl – einer der schwärzesten Tage in der deutschen Geschichte. Am erschreckendsten neben dem Endergebnis war die geringe Wahlbeteiligung mit gerade mal etwas mehr als 72 %. Bei uns in Magdeburg lag sie sogar nur bei 60,1 %.

Die Piraten haben nun 2,0 % bekommen im Bundesdurchschnitt. Das ist okay für die erste Teilnahme an einer Bundestagswahl, auch wenn ich irgendwas so in Richtung 2,5 % erhofft/erwartet hatte. Hier in Sachsen-Anhalt hatten wir 2,4 % im Durchschnitt erreicht und direkt in Magdeburg sogar 3,3 %.

Sehr positiv hat mich das Ergebnis der Linkspartei in Sachsen-Anhalt überrascht. Fünf der neun Direktmandate gingen an die Linkspartei, dazu ist sie auch noch stärkste Partei in Sachsen-Anhalt geworden. Gute Voraussetzungen für die Landtagswahl 2011 in Sachsen-Anhalt. Die SPD hat dagegen rapide verloren und ist alle ihre Direktmandate los.

Gut ist auch, daß die DVU endlich aus dem preußischen brandenburgischen Landtag ausziehen muß. Ich denke mal, wir werden jetzt in naher Zukunft drei rot-rote Landesregierungen sehen: in Brandenburg, Thüringen und im Saarland. Ansonsten hätte sich die SPD sicher in Thüringen und im Saarland bisher nicht so viel Zeit gelassen mit den Koalitionsgesprächen.

Die nächsten Monate und Jahre wird sich zeigen wie sehr der FDP die Freiheit wirklich am Herzen liegt. Dies kann mit ausschlaggebend sein, inwieweit bisherige FDP-Wähler ansonsten doch zu den Piraten abwandern oder auch nicht. Es bleibt also spannend.

0 thoughts on “Nach der Wahl ist vor der Wahl

  1. Michi

    Es ist grauenhaft! Schwarz-Gelb ist so ziemlich das schlimmste was man sich vorstellen kann! Dass in der Finanzkrise die FDP gewählt wird ist so widersprüchlich… Das was zur Krise geführt hat, nämlich die freien Märkte und die nichtvorhandene Soziale Regulierung des Marktes predigt sie weiter, als gäbe es keine Krise! Wahnsinn! Sowas gehört verboten!